Warum in diesen Berufen die meisten Seitensprünge passieren

20. Februar 2026

In der deutschen Arbeitswelt kann sich Plötzliches und Unvorhergesehenes nicht nur im Job, sondern auch in den Beziehungen der Menschen zeigen. Laut einer aktuellen Studie ist Untreue am Arbeitsplatz ein weit verbreitetes Phänomen. Aber warum sind bestimmte Berufe stärker betroffen als andere? Über 40 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben bereits Zeit mit Kollegen außerhalb der Arbeit verbracht, und mehr als die Hälfte hegt sexuelle Fantasien über ihre Arbeitskollegen. Dies sind Erkenntnisse, die Klaus Heer, ein erfahrener Paartherapeut, erwähnt, um auf die tieferliegenden Ursachen hinzuweisen.

Bestimmte Faktoren, wie unregelmäßige Arbeitszeiten und der hohe Stress in bestimmten Branchen, schaffen ein Umfeld, in dem Verführung und Untreue gedeihen können. Ein Blick auf die Daten zeigt, dass besonders in handwerklichen und medizinischen Berufen die Gefahren von Seitensprüngen besonders hoch sind. Fast 30 Prozent der männlichen Mitarbeiter aus dem Handwerk sind laut der Dating-Plattform Ashley Madison in Affären verwickelt, während bei medizinischem Personal ein ähnliches Muster beobachtet werden kann. Hier nehmen die emotionalen Belastungen und die enge Zusammenarbeit mit Kollegen einen direkten Einfluss auf die Beziehungen.

Berufsgruppen mit hohem Risiko für Untreue

In der Welt der Startups und unter Unternehmern ist das Risiko für Seitensprünge ebenfalls signifikant. Die hohe Selbstständigkeit in diesen Berufen fördert nicht nur kreative Denkweisen, sondern auch impulsives Verhalten im Privatleben. Ein attraktives und ehrgeiziges Auftreten kann zudem die Chancen auf außereheliche Kontakte erhöhen.

Eine Umfrage der Plattform Victoria Milan deutet darauf hin, dass auch Flugpersonal – ein oft klischeehaft dargestelltes Beispiel – besonders anfällig für Seitensprünge ist. Rund 15 Prozent der weiblichen Mitglieder in dieser Berufsgruppe haben bereits einen Partner betrogen oder sind aktiv in einer Affäre. Die häufigen Ortswechsel und die lockere Atmosphäre auf Reisen schaffen optimale Bedingungen für solche Begegnungen. Hier trifft der so genannte „Urlaubseffekt“ auf die Routine des Berufs.

Psychologische Faktoren hinter der Untreue

Der Zusammenhang zwischen Beruf und Untreue ist nicht nur kulturell, sondern auch tief psychologisch verwurzelt. Menschen in bestimmten Berufen entwickeln oft Persönlichkeitsmerkmale, die sich im privaten und beruflichen Leben auswirken. Der Stress, der in einer hochkomplexen Umgebung wie dem Gesundheitswesen oder der Finanzwelt entsteht, kann intime Bindungen mit Kollegen begünstigen, die über das Gemeinschaftliche hinausgehen.

Das Interesse an ausgefallenen oder aufregenden Beziehungen kann auch durch die ständige Präsenz von Kollegen verstärkt werden, mit denen man emotionale Höhen und Tiefen teilt. Die individuelle Entscheidungsfreiheit ist oft nicht nur ein Teil des Berufs, sondern spiegelt sich auch in den persönlichen Auswahlmöglichkeiten wider.

Schutzmaßnahmen gegen berufliche Untreue

Obwohl nicht alle Menschen in diesen Berufen untreu sind, ist es wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein. Offene und ehrliche Kommunikation über die Herausforderungen des Arbeitslebens kann helfen, die Beziehung zu stärken. Geräte wie regelmäßige „Paarzeiten“ ohne Ablenkungen können die emotionale Verbindung fördern und helfen, die Belastungen des Alltags zu bewältigen.

Darüber hinaus kann das Erkennen von Warnsignalen wie häufigen Überstunden oder geheimnisvollen Änderungen im Verhalten des Partners entscheidend sein. Durch das Setzen von klaren Grenzen und das Einstehen für die Beziehung können Paare den Herausforderungen des modernen Arbeitslebens besser begegnen.