Ein Elektriker enthüllt, warum diese Geräte nie an Mehrfachsteckdosen gehören

23. Februar 2026

In deutschen Haushalten sind Mehrfachsteckdosen ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Sie bieten eine unkomplizierte Lösung für das Problem, dass oft zu wenige Steckdosen vorhanden sind. Doch die Nutzung birgt Risiken, die häufig unterschätzt werden. Jeremy Lazzari, ein bekannter Elektriker mit über 216.000 Anhängern auf Instagram, warnt eindringlich vor den Gefahren, die unsachgemäße Verwendung mit sich bringt. Die richtige Handhabung ist entscheidend, denn eine falsche Nutzung kann nicht nur Geräten schaden, sondern auch ernsthafte Sicherheitsrisiken wie Überhitzung oder sogar Brände verursachen.

Die Gefahren von Mehrfachsteckdosen werden oft unterschätzt. Jede Steckdosenleiste hat eine bestimmte Belastungsgrenze. Wird diese überschritten, z.B. durch zu viele Geräte oder solche mit hohem Stromverbrauch, kann dies zu einer Überhitzung führen. Besonders riskant sind billige Steckdosenleisten, deren Kabel oftmals zu dünn sind. Kommt es hier zur Überlastung, besteht die Gefahr, dass das Material schmilzt und ein Kabelbrand entsteht. Lazzari betont, dass viele Brände darauf zurückzuführen sind, dass zu viele Geräte gleichzeitig an eine Mehrfachsteckdose angeschlossen werden oder minderwertige Produkte verwendet werden.

Diese Geräte niemals an Mehrfachsteckdosen anschließen

Besondere Vorsicht ist bei großen Haushaltsgeräten geboten. Waschmaschinen, Geschirrspüler, Wäschetrockner und Backöfen sollten nie an eine Mehrfachsteckdose angeschlossen werden. Laut der Norm NFC 1500 ist dies aus gutem Grund verboten, da diese Geräte einen eigenen Stromkreis benötigen. Die hohe Stromaufnahme kann schnell zur Überlastung führen, was fatale Folgen haben kann. Das Isoliermaterial der Kabel kann schmelzen und bereits ein kleiner Funke genügt, um einen gefährlichen Schwelbrand auszulösen. In älteren Gebäuden ist das Risiko aufgrund veralteter Elektroinstallationen besonders hoch.

Aber auch kleinere Geräte können ein Risiko darstellen. Ladegeräte für Smartphones, Laptops oder auch TV-Geräte können in Masse eine gefährliche Summe an Strom ziehen. Wenn mehrere Geräte gleichzeitig betrieben werden, kann die maximale Belastung der Mehrfachsteckdose überschritten werden, was ebenfalls zu Überhitzungen führen kann. Eine häufige Fehlerquelle ist die Kaskadennutzung von Steckdosenleisten, die niemals gestattet ist. Dabei wird eine Mehrfachsteckdose an eine andere angeschlossen, was schnell zu einer Überlastung führt.

Worauf beim Kauf und der Verwendung von Mehrfachsteckdosen zu achten ist

Die Qualität von Mehrfachsteckdosen ist entscheidend für die Sicherheit. Hochwertige Produkte haben entsprechende Sicherheitszertifikate und garantieren eine zuverlässige Nutzung. Es ist wichtig, regelmäßig den Zustand der Steckdosenleisten zu überprüfen. Risse oder verbogene Kontakte können die Sicherheit gefährden. Zudem sollte man darauf achten, dass die Verwendung an trockenen Orten erfolgt und die Leiste nicht hinter Möbeln oder Vorhängen versteckt ist, da dies die Wärmeabfuhr behindert.

Der sichere Umgang mit Mehrfachsteckdosen verringert nicht nur das Risiko von Bränden, sondern kann auch die Lebensdauer der Geräte verlängern und unnötige Energiekosten vermeiden. Dem Elektriker Lazzari zufolge sollten Verbraucher stets die maximale Leistung der Steckdosenleiste im Auge behalten und leistungsstarke Geräte direkt an Wandsteckdosen anschließen.

Die besten Alternativen zur Mehrfachsteckdose

Um die Sicherheitsrichtlinien zu befolgen, gibt es auch Alternativen zur herkömmlichen Mehrfachsteckdose. Eine gute Option ist der Einsatz von Steckdosen mit integriertem Überlastungsschutz. Diese reduzieren die Wahrscheinlichkeit einer Überlastung erheblich. Außerdem ist es ratsam, Geräte mit hohem Stromverbrauch direkt zu verkabeln und unnötige Verbindungen zu vermeiden. Eine ordentliche Elektrik sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für einen reibungslosen Betrieb aller Geräte im Haushalt.