Ein Ökonom erklärt, warum die KI-Blase schon vor 150 Jahren begann

22. Februar 2026

Die Debatte über die sogenannte KI-Blase ist in vollem Gange. Ob sie tatsächlich existiert oder kurz vor dem Platzen steht, bleibt umstritten. Die aktuelle Situation erinnert stark an vergangene Wirtschaftsblasen, insbesondere an die Dotcom-Blase der 90er Jahre. In diesem Kontext beleuchtet ein Ökonom die historischen Wurzeln dieser Blase und zieht Parallelen zur Vergangenheit. Strapazierte Meinungen der Führungsetage, allen voran Sam Altman, zeigen, dass der Hype rund um Künstliche Intelligenz nicht nur zuversichtlich, sondern auch besorgt betrachtet wird.

Historisch betrachtet haben innovative Technologien oft Spannungen und Spekulationen ausgelöst. Ähnlichkeiten zu der Entwicklung im 17. Jahrhundert, als die Geschichte der Tulpenblase ihren Anfang nahm, fallen auf. Damals wie heute flossen enorme Gelder in Projekte, deren tatsächlicher Wert fraglich blieb. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, über die Gründe und Auswirkungen nachzudenken, welche diese Blasen hervorrufen und ihre eventualen Folgen. In der gegenwärtigen Technologielandschaft mehren sich die Warnungen vor einer drohenden Kapitalvernichtung, die sich aus der übermäßigen Spekulation auf dem KI-Markt ergeben könnte.

Die Parallelen zwischen der KI-Blase und der Dotcom-Blase

Die Parallelen zwischen der jetzigen Lage und der Dotcom-Ära sind unübersehbar. In den 1990er Jahren investierten die Menschen in digitale Unternehmen auf einem Markt, der sich schneller entwickelte als seine Fundamentaldaten dies rechtfertigen konnten. Diese Erkenntnis spiegelt sich in aktuellen Investitionen in KI wider: allein 2025 flossen über 192,7 Milliarden US-Dollar an Risikokapital in KI-Startups. Experten warnen vor einem sich zuspitzenden Trend, von dem 95% der KI-Unternehmen noch keine messbaren Gewinne erzielen konnten.

Ähnlich wie in den 90ern durchleben wir eine Phase, in der investierende Personen übermäßig optimistisch gegenüber neuen Technologien sind. Dies geschieht oft zu einem Zeitpunkt, an dem die vertretbaren Geschäftsmodelle nicht klar erkennbar sind. Starke Akteure wie OpenAI und Nvidia stehen im Fokus, da sie sich schnell im Markt positionieren, während die breite Masse der Startups ungewiss bleibt. Solchen Dynamiken zum Trotz, bestehen in der Branche immense Ressourcen, die darauf hindeuten, dass es sich um einen langfristigen Trend handelt, der nur durch solide Grundlagen gestützt werden kann.

Die Auswirkungen auf Investoren und den Markt

Was passiert also, wenn die Blase platzt? Historische Rückblicke zeigen uns, dass beim Platzen einer Blase die Technik nicht verschwindet, sondern der Markt angegriffen wird. Potenziell könnte eine Marktbereinigung zahlreiche Unternehmen durchleiden müssen. Wie bereits bei der Dotcom-Blase werden einige Unternehmen als Überlebende hervorgehen, während andere in der Unsichtbarkeit verschwinden. Jetzt gilt es für Investoren, kluge Entscheidungen zu treffen und sich von der allgemeinen Euphorie fernzuhalten.

Doch jenseits der Spekulation ist es wichtig, die zugrundeliegenden technologischen Fortschritte und Innovationen zu erkennen. Künstliche Intelligenz wird als ständig wachsender Bereich wahrgenommen, der nicht nur gegenwärtige, sondern auch zukünftige Potenziale für die Wirtschaft hat. Entsprechend wird von den Investoren verlangt, die Balance zwischen Hype und realistischem Wert zu finden. Nur so kann verhindert werden, dass wir in eine Sackgasse der übertriebenen Erwartungen geraten.

Blick in die Zukunft: Vorhersagen für den KI-Markt

Ein entscheidendes Element, das das Schicksal der KI-Blase beeinflussen könnte, ist die Art und Weise, wie die Technologie angenommen und integriert wird. Wächst und entwickelt sich der Markt aktiv weiter, könnte eine gesunde Stabilität entstehen. Alternativ könnte eine übermäßige Spekulation in der Branche, ähnlich wie bei der Dotcom-Blase, zu einem dramatischen Rückschlag führen.

Am Ende ist die Vorhersage für eine Blase nie eindeutig. Klar ist nur, dass historische Parallelen nicht ignoriert werden dürfen. Der Verlauf der Künstlichen Intelligenz wird weiterhin von bedeutendem Interesse bleiben – sowohl für Investoren als auch für Fachleute und Interessierte. Abschließend bleibt abzuwarten, wie sich der Markt entwickeln wird und welche Initiativen dazu beitragen könnten, eine Sustainable-Zukunft zu schaffen.