Ein Schlafexperte erklärt, warum acht Stunden Schlaf nicht für jeden ideal sind

21. Februar 2026

Schlaf ist ein fundamentaler Bestandteil unseres Lebens und entscheidend für die körperliche und geistige Gesundheit. Gute Schlafgewohnheiten bringen nicht nur Erholung, sondern auch die notwendige Regeneration für Körper und Geist. Trotz der weit verbreiteten Annahme, dass jeder Mensch mindestens acht Stunden Schlaf benötigt, gibt es zahlreiche wissenschaftliche Belege, die diese Schlafdauer in Frage stellen. Der Schlafexperte Emmanuel Mignot weist darauf hin, dass die Schlafbedürfnisse individuell variieren und von Faktoren wie Alter, Lebensstil und Gesundheitszustand abhängen.

Warum ist das wichtig? Die Auswirkungen von Schlafmangel können gravierend sein: von einer verminderten mentalen Leistungsfähigkeit bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dennoch bestehen viele Menschen auf dem idealen Bild von acht Stunden durchgehenden Schlafs, was oft zu unnötigen Sorgen führt. Um besser zu schlafen, sollte man sich auf die eigenen Schlafgewohnheiten konzentrieren und herausfinden, was wirklich funktioniert.

Die Vielfalt der Schlafbedürfnisse

Die optimale Schlafdauer ist keine universelle Zahl. Jeder Mensch hat seine eigenen individuellen Bedürfnisse. Manche kommen mit weniger als sechs Stunden aus, während andere bis zu neun Stunden benötigen, um sich erholt zu fühlen. Vor allem aktive Menschen, wie Sportler, haben oft einen erhöhten Schlafbedarf, um die Regeneration der Muskulatur nach dem Training zu unterstützen. Ein Besuch bei einem Schlaflabor könnte helfen, um zu verstehen, wie viel Schlaf tatsächlich notwendig ist.

So finden Sie Ihre optimale Schlafdauer

Die Anpassung der Schlafgewohnheiten ist ein iterativer Prozess. Ein effektiver Weg, die richtige Schlafdauer herauszufinden, ist es, über mehrere Nächte hinweg ohne Alarm zu schlafen und die Zeiten, zu denen man müde wird, zu beobachten. Dies kann durch das Führen eines Schlafprotokolls unterstützt werden, wobei auch das allgemeine Wohlbefinden tagsüber dokumentiert werden sollte.

Schlafmangel und dessen Konsequenzen

Ein erheblicher Schlafmangel kann nicht nur die Schlafqualität beeinträchtigen, sondern auch zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme führen. Ein geschwächtes Immunsystem, Gewichtszunahme und erhöhte Anfälligkeit für psychische Erkrankungen sind nur einige der Folgen. Zudem ist es wichtig zu betonen, dass zu viel Schlaf ebenso ungesund sein kann. Studien zeigen, dass Langschläfer ein höheres Risiko für chronische Erkrankungen aufweisen.

Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität

Um die Schlafqualität zu verbessern, gibt es einige bewährte Strategien:

  • Regelmäßigkeit: Gehen Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zu ähnlichen Zeiten auf.
  • Rituale: Schaffen Sie eine entspannende Abendroutine, um den Körper auf den Schlaf vorzubereiten.
  • Umgebung: Sorgen Sie für ein dunkles, kühles und ruhiges Schlafzimmer.
  • Ernährung: Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und schwere Mahlzeiten vor dem Schlaf.

Diese Maßnahmen können helfen, den eigenen Schlafrhythmus zu verbessern und somit zu einem gesünderen Schlafverhalten zu gelangen. Jeder Mensch sollte herausfinden, was ihn am besten unterstützt.