Warum dein Beruf die Wahrscheinlichkeit für Seitensprünge erhöht

27. Februar 2026

Die Fragestellung, warum Berufsgruppen ein höheres Risiko für Seitensprünge aufweisen, ist ein komplexes Phänomen, das weitreichende Implikationen für Beziehungen und Partnerschaften hat. Neueste Studien zeigen auf, dass viele Menschen in Berufen, die mit Stress, intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen oder unregelmäßigen Arbeitszeiten verbunden sind, vermehrt in Versuchung geraten. Besonders auffällig ist, dass viele Seitensprünge am Arbeitsplatz beginnen; eine Umgebung, in der Kollegen oft viel Zeit miteinander verbringen und persönliche Bindungen entstehen können.

Der psychologische Aspekt spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Der Paartherapeut Klaus Heer betont, dass Mitarbeiter im Berufsalltag häufig mehr Zeit miteinander verbringen als mit ihren Lebenspartnern. Diese intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, gepaart mit Stressfaktoren, können leicht zu Verlockungen führen. Konflikte oder Mangel an Zweisamkeit im Privatleben verstärken die Anfälligkeit für Untreue zusätzlich. Laut einer repräsentativen Umfrage haben bereits 32 Prozent der Befragten im Arbeitskontext intime Momente erlebt, was die emotionalen Verstrickungen in einem Arbeitsumfeld unterstreicht.

Welche Berufe sind besonders betroffen?

Eine aktuelle Studie von Victoria Milan offenbart die Rangliste von Berufen, die am häufigsten mit Seitensprüngen assoziiert werden. An der Spitze stehen Banker, Piloten, Ärzte und Verwaltungsangestellte – Berufe, in denen viel Stress und hohe Arbeitsbelastungen an der Tagesordnung stehen. Es zeigt sich, dass nicht nur Männer, sondern zunehmend auch Frauen in Berufen wie Gesundheitsversorgung und Bildung betroffen sind. In der Medizin berichten Frauen von häufigen Affären, die oft auf lange Arbeitszeiten und emotionale Erschöpfung zurückzuführen sind.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass viele dieser Berufe von extrovertierten Persönlichkeiten geprägt sind, die sich leichter auf zwischenmenschliche Beziehungen einlassen. So führen Sportler, Musiker und Schauspieler in der Regel ein Leben im Rampenlicht, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie außerhalb ihrer festen Beziehung nach Bestätigung und Intimität suchen.

Die psychologischen Faktoren hinter der Untreue

Untreue ist oft kein isoliertes Phänomen, sondern wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Stress im Job, emotionale Distanz in der Partnerschaft oder sogar der wirtschaftliche Erfolg eines Berufs können dazu führen, dass Menschen sich anderen gegenüber offenhalten. Besonders in der Finanzbranche zeigt sich, dass die Aussicht auf Geld und Macht für viele attraktiv ist und somit den Reiz aufbauen kann, die eigene Beziehung zu riskieren.

Die Herausforderung für viele Arbeitnehmer besteht darin, die Balance zwischen beruflichen Anforderungen und persönlichen Beziehungen zu finden. Der ständige Druck, Leistung zu zeigen, und das Streben nach Anerkennung können leicht in unethisches Verhalten umschlagen. Die Frage bleibt: Wie kann man als Individuum die eigene Integrität bewahren und gleichzeitig in einem potenziell gefährdeten Arbeitsumfeld agieren?

Praktische Tipps zur Vermeidung von Seitensprüngen

Um der Versuchung des Seitensprungs am Arbeitsplatz vorzubeugen, sind folgende Strategien hilfreich:

  • Klare Grenzen setzen: Definieren Sie persönliche Grenzen zu Kollegen und respektieren Sie diese.
  • Kommunikation stärken: Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Partner über Wünsche und Bedürfnisse. Offene Dialoge können Missverständnisse beseitigen.
  • Stressbewältigung: Finden Sie gesunde Wege, um mit beruflichem Stress umzugehen, wie Sport oder Entspannungstechniken.
  • Prioritäten überdenken: Stellen Sie sicher, dass persönliche Beziehungen ebenfalls die Zeit und Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen.

Diese Tipps können helfen, die eigene Beziehung zu festigen und die Versuchungen eines Arbeitsumfelds zu minimieren. Letztlich liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer Kombination aus Bewusstsein, Kommunikation und Engagement für die eigene Partnerschaft.